African Language Source

asked 2019-11-19 18:15:25 -0500

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Hi, ich forsche selbst ein bisschen und finde es prima wenn Linguisten antworten würden.

Wissenschaftler haben vor Kurzem herausgefunden das einige Afrikaner z.b. die Baka sich mit einer unbekannten Geisterpopulation vermischt haben und dieser Zeitpunkt sehr weit zurück liegt. (Genome Biology, 2019; doi: 10.1186/s13059-019-1684-5) Gut dazu passen die mehr als 300.000 Jahre alten Homo Sapiens-Funde in Djebel Irhoud, Marokko, die meiner Meinung nach mit der Haplogruppe A00 und der genetischen Vererbung der Kleinwüchsigkeit zusammen hängen. (Nature 546, 293–296 (2017) doi:10.1038/nature22335) Desweiteren ist das einst im Gebiet der Dogon ansässige Pygmäen-Volk der Tellem (im 14. Jahrhundert an den Steilhängen von Bandiagara am Niger-Fluss) von den einwandernden Bantu-Volk der Dogon verdrängt und nach Nigeria, Zentralafrika und Kamerun ausgewandert. Ich glaube das die Baka-Pygmäen deren Nachkommen sind und deren ubangische Sprachfamilie die Ursprache der Tellem bzw. der pre-Bantu-Population am Niger darstellte, die nun vom Niger in das Kongogebiet Zentralafrikas verdrängt und von der Bantu-Sprache beeinflusst wurde. Nach meiner Theorie nach stellen die Tellem die Reste einer einst großen Sahara-Population dar, die sich vor 10.000 Jahren noch locker bis zum Atlasgebirge und dem Tschadsee erstreckte und durch die Austrocknung der Sahara in eine Nord- und eine Südsaharische Gruppe gespalten wurde. Ich hab ein paar Karten der Saharaflüsse und Funde mal verglichen. Sie zeigen das ein Abwandern aus der Sahara zum Niger und ins Atlas-Gebirge absolut plausibel wäre.

Die nordsaharische Urbevölkerung wurde in der Eisenzeit von Küstenwanderungen z.B. der Libyer und einwandernden Phöniziern und Griechen (aus Sizilien) und wiederholt im 7. Jhd. von der Ausbreitung des Islam fast vollständig ersetzt. Die südsaharische Bevölkerung wurde durch eine eisenzeitliche Ausbreitung der Bantu-Völker aus Südsudan und Nigeria, später der Ghana und Fulbe aus Kanem am Tschadsee und nachfolgend islamisierte afrikanische Völker aus Südsudan die westwärts wanderten, ersetzt und verdrängt. Das passt übrigens hervorragend zur Theorie von Prof. Dierck, der eine Westausbreitung aufzeigt. Somit sammelten sich die verdrängten Pygmäenvölker im unwirtschaftlichem Regenwald des Kongo, Nigeria und Kamerun. Diese Sprache dieser zentralafrikanischen Pygmäen müsste demnach die einzig überlebende Sprachfamilie jenen Menschen sein, die vor über 100.000 Jahren in auch in Marokko am Djebel Irhout lebten (naja mit entsprechender Weiterentwicklung). Für eine Bantu-Wanderung die älter als 1000 v. Chr. ist, gibt es kaum Belege. Wäre es nicht Zeit für ein Umdenken, weg von etablierten Vorstellung und die Frage nach dem Alter der Bantu-Sprachfamilie neu zu überdenken? Und sollte man dieser ubangische Sprachfamilie und der Genetik der alt-Saharischen Population nicht mehr Aufmerksamkeit schenken?
Interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch den Einfluss der Phönizier/Punier die meiner Meinung nach die Dogon beeinflusst haben könnten. Einige ihrer Masken erinnern doch stark an phönizische Schriftzeichen. Damit wäre auch das Siriusrätsel gut erklärbar denn Sirius ist ja der Hauptstern der phönizischen Göttin. Ich finde wir sollten mehr afrikanische Geschichte erforschen und nicht alles auf Koisan und Ägyptische Pharaonen reduzieren. Diesbezüglich möchte ich auch noch mal erwähnen das die Ägyptern beileibe nicht nur das glückliche Pharaonenvolk waren. Hier herrschen oft romantische Vorstellungen. Eine Erforschung der ... (more)

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